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Unsere Stirn spricht mit - Was die Mimik über uns verrät

Veröffentlicht am 19.01.2016

Der Kommunikationsguru Paul Watzlawick hat bereits in seinem Axiom "Man kann nicht nicht kommunizieren" verdeutlicht, dass selbst ohne eine verbale Aussage Botschaften durch unseren Körper an das Gegenüber gesendet werden.

Doch was genau hat dabei unsere Stirn zu sagen? Im Zeitalter von Botox und Schönheitsoperationen wird dieser oftmals ihre natürliche Wirkung entzogen. Falten gelten als unschick, natürliche Alterserscheinungen haben in unserer Gesellschaft des Erfolges und der ewigen Jugend nichts verloren.

Gleichzeitig können wir durch sie wesentliche Informationen über unser Gegenüber erhalten. Versetzen Sie sich einmal in die Situation: Sie wollen Ihrem Mitarbeiter einen erfolgsrelevanten Arbeitsprozess erklären. Wie können Sie die Botschaften der Stirn verstehen, die Ihr Mitarbeiter Ihnen als Reaktion auf Ihre mehr oder weniger verständlichen Ausführungen sendet?

Eine hilfreiche Faustregel habe ich hier bei der wunderbaren Vera F. Birkenbihl entdeckt:

Waagerechte Stirnfalten deuten darauf hin, dass die Aufmerksamkeit unseres Gegenübers stark beansprucht ist. Dies kann aufgrund von Staunen, Überraschung, Verwirrung oder Begriffsstutzigkeit sein.

Senkrechte Stirnfalten deuten darauf hin, dass unser Gegenüber sich sehr stark auf eine bestimmte Sache/eine Person konzentriert. Gleichzeitig kann es auch darauf hindeuten, dass das Gegenüber entschlossen ist.

Interpretieren Sie nun die Signale, die Ihr Mitarbeiter Ihnen auf Ihre Erläuterungen zum Arbeitsprozess sendet, können Sie bei waagerechten Stirnfalten ihm die Zeit geben, das Gehörte nachzuvollziehen und dann sensibel hinterfragen, z. B. was er noch benötigt, um das Gesagte anzuwenden oder wo genau noch Unklarheiten bestehen bzw. Ihre eigene Aussage erneut auf eine andere Weise ausdrücken.

Für den Fall der senkrechten Stirnfalten empfiehlt es sich, zunächst die Aufmerksamkeit des Mitarbeiters zu gewinnen. Hier kann es gut sein, dass er gerade noch mit seinen Gedanken bei einem anderen Thema ist und Ihren Ausführungen deswegen nicht folgen kann. Eine einfache Rückfrage kann Ihnen Auskunft geben, ob Sie erneut den Arbeitsprozess erläutern müssen oder der Mitarbeiter vielleicht schon auf dem Sprung ist, diesen in die Tat umzusetzen.

Seien Sie also sensibel für non-verbale Aussagen Ihres Gegenübers, wägen Sie dabei gleichzeitig ab, in welcher Situation Sie sich gerade befinden und welche Körpersignale Ihr Gegenüber zusätzlich sendet und lassen auch Sie Ihr Gesicht "mitsprechen"!

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