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Umgang mit der Prüfungsangst Teil III: Embodiment

Veröffentlicht am 14.03.2016

In meinem letzten Teil zum Thema Umgang mit Stress in herausfordernden Situationen möchte ich Ihnen das Embodiment näherbringen.

Dass Körper und Geist in einem sich gegenseitig beeinflussenden Zusammenhang stehen, ist in der Neuropsychologie und -biologie seit längerem bekannt. So boomt im Zeitalter von Burnout und psychologischen Belastungssyndromen der Markt alternativer Therapie, die sich mit psychosomatischen Erkrankungen auseinandersetzten. Hierbei wird allerdings davon ausgegangen, dass unser Geist (negative Emotionen, Einstellungen, Gedanken und weitere kognitive Prozesse) uns körperlich krank machen.

Das Embodiment betrachtet dies genau von der anderen Seite: Es geht davon aus, dass eine Änderung des Körpers das psychische Erleben beeinflusst. Das heißt, durch Ihre bewussten körperlichen Veränderung entsteht ein neuer Gemütszustand. Und hierin liegt der große Mehrwert für die Lösung von Stresssituationen!

Sollten Sie sich demnächst einer herausfordernden Situation stellen müssen, stärken Sie Ihr Wohlbefinden durch folgendes:

Aktivierung der Thymusdrüse: Trommeln Sie wie King Kong mit den Fäusten oder zwei Fingern behutsam circa 20 Mal bzw. eine Minute lang auf Ihre Brust. Dort befindet sich die Thymusdrüse, welche immunstimulierende Hormone ausschüttet und somit zum Stressabbau beiträgt. Ebenfalls können Sie die Drüse stimulieren, indem Sie circa eine Minute lang Ihre Zunge hinter die oberen Schneidezähne an den Gaumen drücken.

Keep Smiling: Glückliche Menschen lachen häufiger. Nutzen Sie die Kunst des Lachens auch in Situationen, in denen Sie sich nicht wohl und glücklich fühlen. Bevor Sie sich der unliebsamen Situation stellen, lächeln Sie den Kummer davon. Hilfreich kann hier z. B. ein Bleistift sein, den Sie quer in den Mund nehmen und darauf beißen. Die reine körperliche „Lachposition“ führt zur Ausschüttung von Glückshormonen, die Ihre Stimmung aufhellen.

Power Posing: Führen Sie sich einmal wie ein Türsteher auf, der den Weg versperrt und mit seinen breiten Schultern und Kreuz keinen an sich vorbeilässt. Wiederholen Sie diese Position einige Male, bevor Sie in eine Präsentation oder ein wichtiges Gespräch gehen. Durch das Power Posing werden Sie sich mental stärker fühlen und mehr Selbstsicherheit ausstrahlen.  

Nutzen Sie künftig Ihr gesamtes Spektrum an Körpersprache, um unliebsame Gefühle wirkungsvoll umzumünzen.

Für Interessierte empfehle ich folgendes Buch: Storch, M., Tschocher, W. et al. (2010): Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen, 2. Aufl., Hogrefe.

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